Donnerstag, 1. Juni 2017

Bericht über die Mitgliederversammlung 2017

Haus & Grund Fürstenfeldbruck

Erfolgreiche Jahresbilanz 2016: (v.l.n.r.) RA Manfred Nikui (Referent) , RA Markus Streng (2. Vorsitzender), RA Eberhard Kleine (1. Vorsitzender) und RA Lars Haidacher (Schriftführer) sowie (2.v.l) Franz Ableitner (Schatzmeister) und Natalie Hoffmann (Administration)

"Ungebremster" Mitgliederzuwachs

Wieder fand die Mitgliederversammlung von Haus & Grund Fürstenfeldbruck in Mammendorf statt. Der Ortswechsel von Emmering wegen Umbauarbeiten des Bürgerhauses nach Mammendorf machte den Teilnehmern wie schon im Vorjahr nichts aus: Weit über 100 Mitglieder konnte RA Eberhard Kleine, erster Vorsitzender des "Brucker Vereins", wieder begrüßen. In einem umfangreichen Geschäftsbericht hatte er wie schon seit Jahren wieder nur Positives zu vermelden, vor allem was die stetige und rasante Mitgliederentwicklung betrifft.

804 Mitglieder in 15 Jahren!

So zählte Haus & Grund Fürstenfeldbruck zum 1. Januar 2017 exakt 1.751 Mitglieder, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 63 Neuzugängen entspricht oder einer Steigerung um 3,5 Prozent. Kaum zu glauben ist aber die "ungebremste" Entwicklung des Mitgliederbestandes in den letzten 15 Jahren seit 2002, dem Jahr, in dem der jetzige Vorsitzende zum ersten Mal in dieses Amt gewählt wurde. Mitgliederstand damals: 947 - heute: 1.751! RA Kleine: "In den 15 Jahren sind 804 Mitglieder dem Verein beigetreten, was einer Steigerung von 84,9 Prozent entspricht." Dieser rasante Mitgliederzuwachs ist insbesondere auf die regelmäßig stattfindenden Beratungen durch ihn und die Rechtsanwälte Markus Streng (zweiter Vorsitzender d. Vereins) und Lars Haidacher (Schriftführer d. Vereins) zurückzuführen. Auch sonst sei der "Brucker Verein" gut gerüstet: Er sei personell gut aufgestellt und weise mehr als solide Finanzen sowie eine äußerst gute Vermögenssituation auf, sagte RA Kleine. Er und sein Vorstand arbeiten weiter an einem noch besseren Öffentlichkeitsauftritt des Vereins - auch im Internet -, und das Verwaltungsprogramm soll weiter optimiert werden. Geplant seien zudem Informationsabende zu aktuellen Themen über Haus- und Grundbesitz, kündigte Kleine an.

Wichtiges für Vermieter!

Auf Neuerungen und Änderungen in der Gesetzgebung ging RA Manfred Nikui, Chefjustiziar von Haus & Grund Bayern, in seinem Vortrag ein.  Er wies zunächst darauf hin, dass die Eigentümer in ihre Wohnungen - egal ob selbst genutzt oder vermietet - bis Ende des Jahres zertifizierte Rauchwarnmelder einbauen müssen. 11 Prozent der Kosten dafür könne man auf die Miete aufschlagen, sagte RA Nikui. Andererseits sind die Mieter für die jährliche Wartung und Funktionsprüfung der Geräte zuständig. Betriebskosten entstehen insoweit nicht. Beauftragt man dazu eine Firma - was zulässig ist -, kann man unter Umständen diese Kosten nicht von den Mietern verlangen. Denn dafür bräuchte es eine konkrete Umlagevereinbarung im Mietvertrag - bei neuen Mietverträgen kein Problem, bei bestehenden Verträgen dagegen fehlt eine solche. Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) dazu gibt es noch nicht, sagte der Jurist.

Hürde für Eigenbedarf erhöht

RA Manfred Nikui wies auf ein aktuelles Urteil des Karlsruher Gerichts hin. Dieses hat zugunsten der Mieter entschieden un der bisherigen Praxis der Instanzgerichte eine Absage erteilt, wonach Vermieter Wohnräume aufgrund von "berechtigtem Interesse" kündigen können, wenn sie darin Büros oder Geschäftsräume einrichten möchten. Wer das will, muss nun nachweisen, dass ihm andernfalls erhebliche wirtschaftliche Nachteile entstünden. Weitere triftige Gründe in solchen Fällen wären gesundheitliche Argumente oder auch der Wunsch, das Büro näher am eigenen Zuhause zu haben, um so Familie und Beruf besser miteinander ein Einklang zu bringen, sagte Nikui (Az.: VIII ZR 45/16)